Die Fährtenleserin - Karl Olsberg

Rezension

Autor: Karl Olsberg
Dt. Titel: Die Fährtenleserin
Verlag: epubli
Erscheinungsdatum: 07. Juni 2017
Genre: Fantasy
Seiten: 290



Klappentext

Als die junge Fährtenleserin Andrin von einer hohen Belohnung hört, die für das Erlegen einer mörderischen Bestie ausgesetzt ist, hat sie keine Wahl, als sich der Jagdgesellschaft anzuschließen. Denn das Leben des Menschen, den sie am meisten liebt, steht auf dem Spiel. Doch nach und nach wird ihr klar, dass nichts so ist, wie es scheint, und offenbar jeder ihrer Gefährten seine eigenen, verborgenen Gründe hat, sich an der Jagd zu beteiligen. Während sie auf der Spur der Bestie immer tiefer in die menschenleere Wildnis gelangen, werden aus den Jägern mehr und mehr Gejagte, und Andrin sieht sich einer weit größeren Gefahr ausgesetzt, als sie ahnte ...

Meine Meinung

Wenn ein Autor für ein bestimmtes Genre bekannt ist und auch dafür geliebt wird, so ist es immer ein großer Schritt sich in ein neues Feld zu wagen. Karl Olsberg hat mit "Die Fährtenleserin" genau das getan. Bekannt ist er vor allem für seine gefeierten Thriller Bestseller "Das System" und "Mirror". Nun hat er sich jedoch dazu entschlossen, einmal einen Fuß in die Tür des Fantasy Genres zu setzen und ich finde, dieser Schritt ist ihm durchaus gut gelungen.

Während des Lesens merkt man, dass der Autor bereits einige Erfahrung im Schreiben gesammelt hat, denn man fliegt förmlich von Seite zu Seite.
Es gibt ein gut durchdachtes und durchaus spannendes Weltenkonzept, durch das wir hindurchgeführt werden und das Karl Olsberg sehr bildhaft beschreibt.
Auch seine Figuren sind eine bunt gemischte Gruppe unterschiedlichster Charaktere, die man gern auf ihrem Abenteuer begleitet. Ich persönlich hatte anfänglich ein paar Schwierigkeiten damit, die Figuren von einander zu unterscheiden, da die Namensgebung sehr fantasievoll ist, doch dies ist einfach dem Umstand geschuldet, dass ich nicht zur fortgeschrittenen Sorte der Fantasy Leserinnen gehöre.

Meiner Meinung nach gewinnt das Buch mit zunehmender Handlung an Stärke. Besonders gut gefallen haben mir die Kapitel in denen wir wie eine Art Flashback erleben, um das Schicksal einzelner Figuren näher kennen zu lernen. An diesen Stellen hat sich die wahre fantastische Kraft der Geschichte entfaltet.

Außerdem verstecken sich zwischen den Zeilen einige schöne Denkansätze, die man auch außerhalb des Lesens noch gedanklich weiterverfolgen kann, beispielsweise über die Natur von Träumen uvm.


Einige Stellen waren mir leider ein wenig zu schnell abgehandelt, doch trotzdem bin ich davon überzeugt, dass "Die Fährtenleserin" ein sehr starkes Werk ist, das zeigt, dass auch ein Thriller-Meister durchaus fantastische Welten erschaffen und mit Leben füllen kann. Das Ende der Geschichte bietet Potenzial für eine Fortsetzung bzw. ein neues Abenteuer - der Wink mit dem Zaunpfahl, Herr Olsberg! 


Fazit

"Die Fährtenleserin" von Karl Olsberg ist ein lohnendes Leseerlebnis, das vor allem durch seine fantasievolle Ausarbeitung glänzt und schöne Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung, denn der Leser bekommt einiges Spannung geboten und lernt eine ganz neue Welt kennen. Gerne mehr davon!


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